Die Anlagen der „neuen“ Wannseebahn, 1933  

 Als die Wannseebahn zwischen Berliner Wannseebahnhof, dem heutigen Potsdamer Platz und Wannsee in  Betrieb ging kamen neue leichtere Stahlträger (Wannsee- Träger) mit runden Keramik- Isolatoren zum Einsatz. Diese Träger waren wie der Vorgänger- Typ in der Höhe starr. Die Regulierung erfolgte durch das Unterlegen von unterschiedlich starken Ausgleichsplatten unter den Trägerfuß. Dadurch konnten Differenzen an den Bockschwellen ausgeglichen und die Höhe zur Fahrschiene konstant gehalten werden. Der Vorteil dieser neuen Trägerbauart bestand aber auch in der Tatsache, daß der mittels Halbschalen eingespannte schadhafte Isolator von der Gleisaußenseite gewechselt werden konnte. Gummieinlagen zwischen Halbschale und Isolator schützten den Isolator vor Beschädigung beim Einspannen.  Die Stromschiene wird am Steg durch eine Klaue gehalten und mit einem Keil gesichert. Dieser Träger hat durch seine kompakte Form und seine einfache und damit robuste Bauweise die Jahre der Entwicklung überstanden. Er ist noch heute nach 65 Jahren Betrieb vor allem in Aufstell- und Kehranlagen im Einsatz. Der Schwachpunkt der Keramik- Isolatoren, die durch Risse und Brüche immer wieder ausfielen, wurde im Laufe der Jahre durch den Einsatz von Kunststoff - Isolatoren beseitigt.

Stromschienenträger   Wannseebahn

Stromschienenträger   Wannseebahn