Sonderbauform der Stromschiene

Die Brückenleitschienen stellen im Netz der Berliner S-Bahn eine Besonderheit dar. Sie wurden erforderlich um die schmalen Brücken für S- Bahn- Züge befahrbar zu machen. Sie dienen zum einen zur Energieübertragung auf der Brücke und zum anderen zur Sicherung des Lichtraumprofils der S-Bahn. Der Stromabnehmer wird vom Brückengurt nach innen in Richtung Zug gedrückt und verhindert damit einen Kurzschluß durch Berührung der Brückengurte. Brückenleitschienen sind nach der Erneuerung von Brücken nicht erforderlich, da die neuen Brücken das Lichtraumprofil der S-Bahn berücksichtigen. Nachdem Werner von Siemens im Jahre 1879 die erste elektrisch betriebene Bahn der Welt auf der Berliner Gewerbeausstellung in Treptow präsentierte, dauerte es noch 21 Jahre bis die ersten Versuchszüge mit dem Stromübertragungssystem „dritte Schiene“ der Stromschiene den Betrieb aufnahmen. 1900 begann im Vorortverkehr zwischen Potsdamer Wannseebahnhof und Zehlendorf der Betrieb. Die damals auf der alten Wannseebahn verwendete Stromschiene stellt den Urtyp dar. Sie kennzeichnet den Beginn der Entwicklung von Anlagen zur Gleichstromübertragung im Berliner S-Bahn -verkehr. Die anwachsenden Zahlen der Fahrgäste, kürzere Zugabstände, neue Züge mit innovativen Antriebstechniken und der damit verbundene höhere Strombedarf stellen immer größere Anforderungen an die Gleichstromübertragungstechnik. Im Laufe der Jahrzehnte wurden die Stromschiene und die Kabelanlagen ständig weiterentwickelt und verbessert um den wachsenden Anforderungen des Betriebes gerecht zu werden.  Brückenleitschienen sind nach der Erneuerung von Brücken nicht erforderlich, da die neuen Brücken das Lichtraum-profil der S-Bahn berücksichtigen.

Brückenleitschiene im Bahnhof Baumschulenweg mit  Holzschutz und Stadtbahnträgern Brückenleitschiene im Bahnhof Baumschulenweg mit Holzschutz und Stadtbahnträgern