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Das Unterwerk
wird in Fachkreisen auch Gleichrichterwerk genannt. Die Bezeichnung Unterwerk resultierte aus dem Umstand, daß ein Gleichrichterwerk einem Schaltwerk untergeordnet ist. In Berlin gibt es derzeit weit über 80 dieser Werke. Unterwerk Lichterfelde West
zerstörtes Unterwerk Pankow 1945
Für die schweren Einanker-Umformer war eine hohe Deckenbelastung wichtig. So baute man in den Anfangsjahren viele zweigeschossige Unterwerke. Mit Beginn der „großen Elektrisierung“ der Stadt- und Ringbahn wurden kleinere, eingeschossige und unterkellerte Werke im Stadtgebiet errichtet. Auf Grund der umfangreichen Dimensionen der Schaltanlagen benötigte man dementsprechend auch große Gebäude. Für die schweren Einanker-Umformer war eine hohe Deckenbelastung wichtig. So baute man in den Anfangsjahren viele zweigeschossige Unterwerke. Mit Beginn der „großen Elektrisierung“ der Stadt- und Ringbahn wurden kleinere, eingeschossige und unterkellerte Werke im Stadtgebiet errichtet. von Kriegsschäden gezeichnetes Gleichrichterunterwerk Storkower Str. Wurde in den 60 Jahren abgerissen.
Je weiter die Entwicklung der Elektrotechnik voran schritt, desto kleiner wurde im Laufe der Jahrzehnte der Platzbedarf für eine Schaltanlage. Heutzutage benötigen moderne Unterwerke mit ihrer integrierten Hochleistungs-Elektronik nur ¼ der Fläche und bieten dafür ein Vielfaches an Funktionen zur Sicherung der Bahnstromversorgung.
Die verschiedenen Bauformen stellen wir demnächst an dieser Stelle mit einer detaillierten Fotogalerie vor.
Um 750V Fahrspannung bereit zustellen, müßen die ankommenden 30kV Drehstrom transformiert werden. Zur Transformation wurden offene Öl-Transformatoren eingesetzt. Auf Grund von Weiterentwicklungen werden derzeit nur noch Gießharz-Trafos verwendet.
1924 wurden zur "Energieumformung" Einanker-Umformer mit einer Leistung von 2000kW verwendet. Dies hatten aber erhebliche Nachteile: Sie waren nicht übrlastbar, reagierten sehr empfindlich auf Kurzschlüsse und hatten wegen ihrer rotierenden Teiel ein nur kurze Lebensdauer von ca. 10 Jahren.
Einanker-Umformer im unterwerk Röntgental 1925
Aus diesen Gründen installierte man ab 1927 wassergekühlte Quecksilberdampf-Gleichrichter mit 12 Anoden. Diese waren im Betrieb so erfolgreich, daß man 1932 damit begann, alll Einanker-Umformer gegen Quecksilberdampf-Gleichrichter auszutauschen. Die Wasserkühlung benötigte man zur Abfuhr der Verlustwärme. Dafür wurde eine aufwendige, kostspielige Rückkühlanlage benötigt. 1940 dann konnte man luftgekühlte Quecksilberdampf-Gleichrichter einsetzen. Diese bestanden aus 2 Gefäßen mit jeweils 6 Anoden und bildeteten somit eine Gleichrichtergruppe. Als die Halbleiterelektronik sich im industriellen Bereich etablierte, wurden ab 1968 SiliziumGelichrichter eingesetzt. Die letzten Quecksilberdampf-Gleichrichter wurden im Jahr 2001 im Unterwerk Mühlenbeck ausgemustert.
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